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Ein wahrer „Segensmarathon“ rief am vergangenen Sonntag die Dorfgemeinschaft in Niederelvenich zusammen. Anlässlich der traditionellen Kirmes und des 60-jährigen Bestehens der Kirche Maria König erlebte der Ort einen Festtag, der tiefen Glauben, ehrenamtliches Engagement und die Stärkung des lokalen Brandschutzes feierlich miteinander verband.Der Festtag begann mit einer feierlichen Messe zum Patronatsfest in der voll besetzten Kirche Maria König, zelebriert von Kreisdechant und Domkapitular Guido Zimmermann. Im Anschluss zog die Gemeinde zur traditionellen Gräbersegnung auf den Friedhof und hielt am Ehrenmal inne, um der Gefallenen zu gedenken. Doch damit nicht genug der Segnungen: Im Rahmen einer anschließenden Feierstunde segnete Diakon Norbert Huthmacher das neue Einsatzfahrzeug für den Feuerwehrstandort Niederelvenich ein. Dass dieses Fest in so großem Rahmen gefeiert werden konnte, ist dem Zusammenschluss zweier starker Säulen des Dorflebens zu verdanken. Löschgruppenführer Karsten Kneisel erläuterte in seiner Begrüßung, wie es zu der besonderen Kooperation kam: Da das Gotteshaus in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum feiert, hatten er und Erik Buchholz, der Vorsitzende des Kapellenbauvereins Niederelvenich, kurzerhand beschlossen, gemeinsame Sache zu machen und die Kirmes zusammen mit der Löschgruppe Mülheim-Wichterich auszurichten. Ein wichtiges Zeichen für die Dorfgemeinschaft, wie auch die stellvertretende Bürgermeisterin Silvia Wallraff betonte. Bevor sie offiziell den Schlüssel für das neue Fahrzeug übergab, unterstrich sie die fundamentale Bedeutung einer modern und gut ausgestatteten Feuerwehr für die Sicherheit der Bürger. Bei dem Neuzugang handelt es sich um ein 15 Jahre altes Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W), welches die Stadt Zülpich erfolgreich über eine Zoll-Auktion ersteigert hatte. Wehrleiter Jörg Körtgen sprach von einem unkonventionellen, aber äußerst effektiven Weg der Fahrzeugbeschaffung und dankte den Verantwortlichen aus Rat und Verwaltung für ihren flexiblen Einsatz. Für einen persönlichen Höhepunkt im offiziellen Teil sorgte Körtgen schließlich noch mit einer Beförderung im Gepäck: Nach erfolgreich bestandenem Lehrgang wurde der Kamerad Stephan Fasold unter dem Applaus der Anwesenden zum Unterbrandmeister ernannt. Nach dem feierlichen Protokoll ging der Festtag in den gemütlichen Teil über. Die Löschgruppe und der Kapellenbauverein hatten zu einem geselligen Beisammensein vor der Kirche eingeladen – ein Angebot, das von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen aus den Nachbarorten bis in den späten Nachmittag hinein begeistert genutzt wurde.

Sa, 04. Juli 2026
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